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Marc Klejbor Apr 25, 2023 11:09:30 AM 4 min read

Die vier Stufen der Unterstützer

Immer wieder sprechen mich Entscheider (selbstständige Unternehmer oder angestellte Führungskräfte) an und fragen, warum wir so viel Glück und so ein „gutes Händchen“ in der Auswahl der Mitarbeiter haben. Die Antwort ist aber viel zu einfach für manche Fragenden. Sie lautet: „Wir bekommen nicht die besten Mitarbeiter, sondern wir begleiten die Menschen in ihre persönliche Höchstleistung. Auf Deutsch = Wir erschaffen und entwickeln die besten Mitarbeiter für unser Unternehmen.“

Mitarbeiter-Entwicklungsstrategie

Gerade in geburtenschwachen Jahrgängen und gleichzeitigem Fachkräfte-Mangel mussten Sabine und ich eine Mitarbeiter-Entwicklungsstrategie erarbeiten, die wirksam ist. Wir müssen es tun, da wir mehrheitlich in der Dienstleistungsbranche tätig sind. Das heißt, unsere Mitarbeiter müssen selber von sich und ihren einzigartigen Persönlichkeiten überzeugt sein, damit ein positiver Energiefunke auch auf unsere Kunden wirklich überspringt.

 

Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt und dieser ist für uns ein sehr ehrlicher und wirkungsvoller Erfolgsimpuls:

"Vier einfache Worte"

Hier geht es um die Kraft von Worten in der Kommunikation. Nehmen wir mal an, du befindest dich auf einer Party und triffst einen neuen möglichen Geschäftsfreund. Ihr tauscht euch über eure Geschäfte aus. Du erzählst aus deinem Betrieb, Team oder Unternehmen.

Welchen Begriff verwendest du für die Menschen, die mit dir arbeiten?

Im Laufe der Jahre habe ich diverse, teilweise sehr humorvolle Begriffe gehört. Aber ich möchte hier ein neues Bewusstsein bei dir für die Wahl der Sprache auslösen. Für mich existieren vier Oberbegriffe:

  • "Arbeiter"
  • "Personal"
  • "Mitarbeiter"
  • "Mit-Unternehmer"

Arbeiter. Personal. Mitarbeiter. Mit-Unternehmer. Welchen Begriff verwendest du häufiger? Und warum? Vielleicht lässt du dich von mir inspirieren, den Begriff zu veredeln oder mehr wertzuschätzen.

Nichts ist härter als die Wahrheit

Wir Entscheider haben mehr Aufgaben, die erfüllt werden müssen, als wir selber leisten können. Deshalb beschäftigten wir Mitarbeiter. Wir könnten also nicht dauerhaft erfolgreich gesund agieren ohne Menschen, die uns unterstützen. Und die Angestellten können wählen, wo sie arbeiten und wem sie ihre Leistung zur Verfügung stellen. Ebenso können wir Unternehmer wählen, wer für uns tätig sein soll.

Wahrheit über unsere innere Haltung

Drückt das Wort, das wir für unsere beschäftigten Menschen wählen, nicht unsere innere Haltung aus? Und geht unsere innere Haltung nicht dem von außen wahrnehmbaren Verhalten vorweg?

Ich ziehe mal eine kurze Parallele. Stelle dir nochmals die obige Partyszene vor. Dein Gesprächspartner spricht über seine Lebenspartnerin:

  • „Ja, ich bin verheiratet mit meiner Frau.“
  • „Ja, ich bin verheiratet mit meiner Alten.“
  • „Ja, ich bin verheiratet mit meinem Schatzi.“

Nur ein Wort. Aber das eine Wort kann so viel aussagen über die innere Grundhaltung des Ehemanns zu seiner Partnerin, mit der er vielleicht sein ganzes Leben verbringt.

Die Wirkung des Unterschieds in der Wortwahl spiegeln wir jetzt auf unseren Arbeitsalltag. Vielleicht vertrittst du eine unterschiedliche Meinung. Daher schildere ich dir meine persönliche Wahrnehmung aus unzähligen Gesprächen mit Entscheidern aus meinem Arbeitsalltag, die über ihre Beschäftigten sprachen:

Benutztes Wort & innere Haltung und äußeres Verhalten des Entscheiders:

"Arbeiter"

  • agiert sehr distanziert zu den Menschen
  • sehr geringe Wertschätzung
  • Team mit einem hohen Krankenstand

"Personal"

  • agiert ebenfalls distanziert, bis auf einige wenige Ausnahmen
  • geringe Wertschätzung
  • ebenfalls hoher Krankenstand

"Mitarbeiter"

  • hat eine oftmals vertrauensvolle Verbindung zu den Menschen
  • arbeitet mit einem Fokus und Interesse am Menschen
  • alle erleben mehr Spaß und Freude bei der Arbeit
  • oftmals auch geringerer Krankenstand

"Mit-Unternehmer"

  • lebt eine vertrauensvolle Verbindung zu den Menschen
  • Fokussierung auf die Leistungsträger
  • Verhältnis schon fast freundschaftlich
  • äußerst geringer Krankenstand

 

Mach´ doch jetzt mal einfach das, was du sonst auch tust - aber ganz bewusst:

  • Bewerte und schließe von dir selbst auf andere.
  • Wie würdest du dich in einem Unternehmen fühlen, wenn dein Vorgesetzter dich mit einem der vier obigen Begriffe ansprechen würde?

Ich persönlich würde mir immer ein Unternehmen aussuchen, das mich wertschätzt. An mir persönlich interessiert ist. Meine Stärken erkennt und fördert. Mich auf dem Weg meiner Potenzialentfaltung unterstützt und begleitet.

Sportlicher Söldner

Das sind meine Beschäftigungswünsche seit über 30 Jahren. Während meiner Handball-Karriere war ich auch mal als „sportlicher Söldner“ tätig. Ich spielte um die deutsche Meisterschaft in einem Verein, der seine Spieler mit viel Geld einkaufte. Als Söldner war ich eine Nummer auf dem Platz. In diesem Verein erkannte ich sehr schnell, dass mehr Geld mich nicht dauerhaft für den Mangel an Wertschätzung entschädigen kann. Eine für mich sehr wertvolle Erfahrung.

Unser Erfolgsimpuls

Überlege als Entscheider bewusst, welche gedankliche Grundhaltung du zu deinen Beschäftigten einnimmst. Wenn du eine Kultur des Mit-Unternehmertums aufbauen möchtest, dann solltest du ab heute in eine wertschätzende Mitarbeiterführung investieren. Das kostet gar kein zusätzliches Geld, sondern erfordert nur eine veränderte Sichtweise auf deine Mitarbeiter. Sei dankbar für jeden Menschen, der seine Lebenszeit für die Erledigung deiner Aufgaben investiert. Überlege deine Wortwahl genau und vielleicht sprichst du auch von "Mitarbeiter" und Mit-Unternehmern. Eine einfache, aber sehr wirksame Mitarbeitermotivation.

Wenn du echte Mit-Unternehmer in deinem Team oder Unternehmen entwickeln möchtest, unterstützen wir dich gerne. Klicke dazu auf "Beratungsgespräch sichern" und schildere uns deine Wünsche und Ziele. Wir helfen dir gerne. 😀👍